Jazz Lyrik Prosa: Annekathrin Bürger & Cox Habbema & Ruth Hohmann
"Hacks' Fülle des Lebens"
Texte von und über Peter Hacks
Mit Annekathrin Bürger und Cox Habbema , Ruth Hohmann & Swing Duo Berlin;
Peter Hacks, der 2003 gestorbene große Dichter, konnte alles: Dramen, Essays, Gedichte, Kinderbücher. Seine "Schöne Helena" brachte es zu europäischem Ruhm, und das "Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn Goethe" war ein Welterfolg. Und er war ein pointierter Beobachter seiner Zeit. Cox Habbema hat Witziges, Nachdenkliches und Poetisches aus Hacksscher Feder ausgewählt und zu einem literarischen Programm zusammen, das sie im Sonderprogramm von "Jazz - Lyrik - Prosa" zusammen mit Annekathrin Bürger vorträgt.
ANNEKATHRIN BÜRGER ging nach ihrer Arbeit an den Theatern in Bernburg und Senftenberg und beim Schauspielensemble des DEFA-Studios für Spielfilme 1966 an die Berliner Volksbühne, wo sie bis heute als Schauspielerin tätig ist. Ihre erste Filmhauptrolle hatte sie 1956 in "Eine Berliner Romanze"; seitdem hat sie in unzähligen Kino- und Fernsehfilmen mitgewirkt (zum Beispiel in "Fünf Tage - fünf Nächte", "Königskinder", "Hostess", "He, Du!", "Tödlicher Irrtum" und "Der Rest der bleibt"). 1965 war sie Mitwirkende bei der Premiere der Veranstaltungsserie "Lyrik - Jazz - Prosa" und organisierte später auch eigene Programme dieser Art. Unvergessen bleibt ihr Gesangsauftritt bei der großen Demonstrationskundgebung am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz. In der neuen Serie wirkte sie - lange Zeit mit ihrem im Jahre 2000 gestorbenen Mann Rolf Römer - von Anfang an regelmäßig mit.
COX HABBEMA
Nach kurzem Jurastudium erhielt sie eine Schauspiel- und Regieausbildung an der Toneelschool in Amsterdam. 1967 feierte sie ihr Bühnendebüt bei der „Gruppe Centrum", hospitierte an verschiedenen Bühnen in London, Paris und Italien sowie bei Benno Besson am Deutschen Theater Berlin. Sie lebte und arbeitete dann ab 1969 bis Mitte der 1980er Jahre größtenteils in der DDR (Ost-Berlin). Dort war sie während dieser Zeit fest am Ost-Berliner Deutschen Theater als Darstellerin und Regisseurin engagiert, arbeitete daneben aber auch als Gast an niederländischen Bühnen und als Film- und Fernsehschauspielerin in den Niederlanden und Belgien. 1968 erhielt sie die Hauptrolle in Rainer Simons DEFA-Streifen Wie heiratet man einen König? an der Seite ihres Ehemannes, des deutschen Schauspielers Eberhard Esche, mit dem sie außerdem als Regisseurin, Rezitatorin und Sängerin eine Reihe von Programmen mit klassischen Balladen und Heine-Gedichten realisierte.
1984 kehrte Habbema wieder in die Niederlande zurück. Zunächst arbeitete sie als Produzentin, Moderatorin und Redakteurin bei der Fernsehstation NOS (Serie „Nederland C") und übernahm 1986 als Intendantin die Leitung eines Theaters („Stadsschouwburg Amsterdam"). 2004 veröffentlichte Habbema ein autobiografisches Buch unter dem Titel „Mein Koffer in Berlin".
RUTH HOHMANN stellte sich Anfang der sechziger Jahre als erste und lange Zeit einzige Jazzsängerin in der DDR vor, zuerst mit den "Jazz-Optimisten Berlin", dann auch mit den Dresdner Tanzsinfonikern unter der Leitung von Günter Hörig und anderen Ensembles auftretend. Später bevorzugte sie Dixieland Bands wie die Berolina Jazz Band als Begleiter; bis heute arbeitet sie mit den Musikern des Jazz Collegiums Berlin zusammen. An der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" arbeitete sie als Dozentin für Gesangsausbildung. Weil sie in den sechziger Jahren schon bei "Jazz und Lyrik" und "Lyrik - Jazz - Prosa" mitmachte, war sie freudig bereit, auch in Konzerten des neuen Programms "Jazz - Lyrik - Prosa" aufzutreten mit ihrer "Stammband" dem Jazz Collegium Berlin.
In diesem Programm wird sie begleitet von Hartmut Behrsing (Piano, Posaune) und Horst Würzebesser (Kontrabass)
Sa, 30.06.2012, 19:30